
Endlich! Die Hochzeit von Bindiya und Gowda
November 3, 2010Nun haben wir das Highlight der gesamten Indienreise hinter uns gelassen: die Hochzeit! Als kurze Zusammenfassung: es war super!!! Sehr interessant und ganz, ganz anders als in Deutschland.
Begonnen hat das Spektakel mit dem Henna, wie es die Inder nennen mehndi. Dazu wurden Simon und ich mal wieder von Bindiyas Fahrer abgeholt und zu ihrer Familie nach Hause gebracht.
Dort hat uns die ganze Familie und ein Mehndi-Maler erwartet. Nachdem Bindiyas Füße fertig waren und ich die Generalprobe im Saree anziehen, inklusive allem Schmuck hinter mir hatte, kamen traditionell meine Hände und Arme dran.
Das sah in etwa so aus und dauerte ziemlich lange…
dennoch war das Ergebnis wirklich super. Der Mann hat meine Arme komplett mir Blumen verziehrt
und auf Bindiyas Frage, ob ich auch “caps” haben will, wie man das normalerweise hat, habe ich ja gesagt. Da wusste ich noch nicht, was das heißt
Dabei wird nämlich die Hennafarbe recht grob und wild auf die Fingerkuppen gekleistert, was eine riiiiiiiesen Sauerei erzeugt, sobald das Zeug zu trocknen beginnt….weil es aber so dick drauf war, habe ich es nicht länger als 2 Stunden trocknen lassen und einfach (nee, einfach war es echt nicht) abgemacht. Aber natürlich ohne Wasser, mindestens bis zum nächsten Morgen, das war die Herausforderung!!!
So sieht es aus, wenn die Hennapaste noch drauf ist, dann muss sie trocknen und es bröckelt alles ab (bis auf die Caps, die ca. 6 Stunden trocken müssen). Man kann etwas nachhelfen, wenn die Fingerkuppen nicht komplett zugekleistert wären, also was zu der Zeit auch noch abfärbt
Ich hatte noch nie Henna vorher und trotz der kleinen Umstände, fand ich das Ergebnis super. Erst etwas rot, aber nach einem weiteren Tag wird es dunkel…
Ein Tag später war dann die Reception! Da sollte ich meinen selbst ausgesuchten Saree anziehen. Das ist einer, bei dem schon etwas geschummelt ist, deshalb konnte ich es auch selbst versuchen, ihn anzuziehen, was trotzdem noch recht kompliziert war.
Hier das Ergebnis:
Bei Simon war das etwas einfacher. Er musste nur irgendwie in diese Hose
Als wir fertig waren, wurden wir mit dem geschmückten Auto der Familie am Hotel abgeholt und zur Weddinghall gebracht.
Dort wurden wir in einem riesen Saal erwartet, wo noch weitere 1700 Menschen kamen, um dem Hochzeitspaar zu graturlieren (auch, wenn die Hochzeit erst am Morgen darauf stattfand) und gemeinsam ein Fotos zu schießen.
so ging das dann mit 1700 Leuten, die sich alle in einer sehr, sehr langen Reihe aufgestellt hatten.
Wir kamen dann auch dran, übergaben unsere Geschenke und machten das obligatorische Foto
Danach gab es Essen. Auch das läuft etwas anders als in Deutschland. Ein Stockwerk tiefer setzt man sich an eine Bank, wo ein frisches Tuch auf den Tisch gezogen wird
jeder bekommt ein Bananenblatt, dann einen Becher mit Wasser, um das Bananenblatt zu waschen und als Getränk. Und dann zieht eine Karawane vorbei, die einer nach dem anderen immer etwas anderes auf das Bananenblatt gibt: Reis und viele verschiedene Currys.
Zum Schluss gab es dann noch Reis und während des Essens wurden wir sehr lieb von indischen Freunden aufgeklärt, was wir da gerade essen und wie was und warum das alles.
Ja und das war auch der Abend schon, nach dem Essen wurden wir wieder heimgebracht und am nächsten Morgen um 9Uhr sollte die tatsächliche Hochzeit stattfinden.
Fortsetung folgt…













Hallo Ihr 2, sind ja super Bilder und nett erzählt. Da will ich auch mal dabei sein. Besonders die Hose scheint recht bequem. Seit Ihr jetzt nach Melbourne gekommen?
Grüßle Axe
Sieht echt cool aus, wie ihr als Inder verkleidet seid. Und das Henna ist auch ein kleines Wunderwerk! Schön, so etwas erleben zu können.
)
Viel Spaß weiterhin und schöne Erlebnisse (aber nicht zu schön, so dass ihr wieder heimkommen wollt