
Fortsetzung: Bindiyas und Gowdas Hochzeit
November 18, 2010Diese Diashow benötigt JavaScript.
Endlich ist mal schlechtes Wetter und ich hab die Muse wieder mal dein Blog zu updaten
Nach dem Reception-Abend folgte am nächsten Morgen die eigentliche Hochzeit. Dazu wurden wir wieder vom Fahrer ageholt (vieeeel zu spät, ich wollte ja ein Taxi nehmen, aber nein, durften wir keinesfalls) und wieder zur Weddinghall gebracht. Ganz wichtig: an dem Tag mussten wir unbedingt ein anderes Outfit haben, ich sollte den türkisen Saree keinesfalls wieder anziehen und Simon sein grünes Hemd auch nicht. Bei Simon war die Änderung gering, bei mir super umständlich: angekommen in der Weddinghall musste ich wieder – natürlich mit der Hilfe von irgendeiner von Bindiyas Tanten- einen anderen Saree “wickeln”. Wie schon erwähnt: es ist echt eine Kunst, diesen 9m langen Stoff um sich zu wickeln! und es dauert eine Weile…deswegen wollte ich einfach so in meinem “westlichen” Kleid die Zeremonie betrachten, die sich in der Halle abgespielt hat, die wurde mir jedoch strengstens untersagt, sodass ich fast was wichtigeste verpasst habe.
Was bei uns Ringe austauschen ist, geht in Südindien so: das Brautpaar muss drei Knoten knoten und…tatatataaaa…sie sind verheiratet
Dann folgen sehr, sehr viele weitere Ritualien, wie z. B. die Mutter der Braut muss die Füße der Braut waschen, zudem werden die Hände des Brautpaares verbunden, d.h. sie müssen ziemlich lange “Händchen halten” usw.
Wir haben uns alles genau angeschaut, bis wir wieder aktiv wurden und uns wieder in der langen Schlage angestellt haben, um dem Brautpaar Milch die von ihnen trichterförmig gehaltenen Blätter zu gießen und ihnen Reis auf den Kopf zu streuen.
Und dann folgen noch viele, viele weitere Rituale, die ich nicht immer ganz verstanden habe, aber einfach mal zugeschaut
Nach einem Mittagessen, dass genauso abgelaufen ist wie das Abendesse zuvor, haben wir noch ein bisschen Zeit dort verbracht und zugeschaut, wass sie alles so machen. Schließlich hat sich Bindiya umgezogen und ist mit ihrem Mann und dessen Familie nach Hause gefahren (natürlich was sie noch nie vorher dort).
Dort haben die beiden ein paar schöne Tage verbracht, während wir in Bangalore die letzten Touristenattraktionen abgeklappert haben und nach Mysore gefahren sind.
Am letzten Abend sind wir mit dem frisch und glücklich verheirateten Paar nochmal essen gegangen.
Eine wirklich sehr schöne Erfahrung! Eine Hochzeit mal ganz anders miterlebt,
danke Bindiya und Gowda für die gute Zeit mit euch in Indien